Ein zwiespältiger SonntagMai 17th, 2009 / Author: ChaosTigerHeute war er nun, der Tag des großen versuchens und einrichtens unserer Blogs, unseres Projektes. Gespickt mit kommunikativen, produktiven sowie destruktiven und ärgerlichen Geschehnissen. Es begann relativ harmlos mit dem “Guten Morgen” Ritual, ein Küsschen und ein Lächeln, alles wie man es sich wünscht. Es folgte ein stilles “wach werden” begeleitet durch langweiliges dröhnen von “Germany’s next Topmodel”. Schatzi kuckt so nen Kram eben alsmal gern, also mitkucken oder sein lassen war angesagt. Ich guckte ein bisschen mit. Irgendwann entschloss ich mich dann mich an die Arbeit zu machen. Zuerst nahm ich mir das Installieren von Software vor um unser neues Projekt zum laufen zu bringen. Damit es dort dann später mal ein Menü zum auswählen gibt wollte ich mich mit meiner Süßen beratschlagen. Ich teilte ihr also mit was ich mir so vorgestellt hatte und was das Grundlegende angeht waren wir uns auch schnell einig. Plötzlich seh ich auf ihrem Laptop ein ICQ-Fenster aufblinken und lese den Namen dazu … Thomas. Ich dachte mir meinen Teil dazu schon, fragte aber dennoch nach. Wie vermutet … ihr Ex-Freund. Jener Ex-Freund wegen dem wir uns schon oft genug in den Haaren hatten. Wenn ich seinen Namen höre oder lese gehen mir die Nackenhaare hoch und ich bekomm ein chronisches Jucken in der Faust. Der Typ hat sie in der Vergangenheit mitten in der Nacht angerufen und besoffen zugenölt oder mit SMS zugeballert. Ich kenn die Sorte Mann, war leider selbst mal einer. Im Suff plötzlich einen melancholischen Anfall bekommen und einer Verflossenen mitteilen das man doch noch Gefühle für sie hat, das einem alles soooo leid tut was passiert ist, das man sich wünscht alles nochmal und bessermachen zu können, das die Gefühle noch da sind, das ganze bla, bla, bla. Dann folgten die Baggerversuche, wissendlich das sie in einer Beziehung steckt. Ich hasse solche Menschen, ich hasse solche Männer. Kommen mit ihrem eigenen Leben nicht klar, haben keine Vorstellung von einem normalen Wertesystem, also versuchen wir uns doch einfach mal in ne Beziehung rein zu drängen. Ich muss gestehen das ich selbst so gehandelt habe und eine wundervolle Frau aus den Fängen eines Mannes zu holen der sie nur unglücklich gemacht hat. Jedoch unterscheidet mich eines deutlich von besagtem Ex-Freund … meine Absichten sind ehrlich! Ich hatte und habe nicht vor diese wundervolle Frau unglücklich zu machen, ich habe es nicht nötig sie auszunutzen und zu belügen wie er es einst tat. Es ist eine zu lange Geschichte darum als das ich sie hier binnen einiger Sätze erzählen könnte, aber zusammengefasst war der Typ kurz davor sie in den existenziellen Ruin zu treiben und das alles vor dem Hintergrund das er erfolgreich zweigleisig gefahren ist. Sie kontaktierte ihn per ICQ aus Neugier wie sie mir erklärte, ich müsse mir keine Sorgen machen, es gäbe keinen Grund! Wie soll ich ihr nur begreiflich machen das es keine Eifersucht ist die mich treibt, das es kein Misstrauen ist das mich so wütend macht. Es ist der Gedanke daran das dieser elende Schmierlappen ihr doppeldeutige Komplimente machen könnte. Es ist das Wissen darum wie er versuchen wird Zweifel zu sähen, wie er darum bemüt sein wird ihr sein Gift ins Ohr zu träufeln. Ich habe ein so unglaublich schlechtes Gefühl im Bauch wenn ich daran denke wie er versucht sich an sie heran zu tasten. Es ist nicht im geringsten die Sorge darum das sie darauf einsteigen würde, denn wie sie mir immer zu versichert ist sie absolut glücklich mit mir. Es ist schlicht und ergreifend das ungute Gefühl das ich habe wenn sie Kontakt zu ihm hat, die Wut darüber was für ein Mensch er ist. Dieses Gefühl wäre damit zu vergleichen einen Kinderschänder auf einem Spielplatz lauern zu lassen. Man weis um die Gefahr die von ihm ausgeht. Auch wenn er als “geheilt” aus seiner Therapie entlassen wurde, so würde doch keine Mutter ihr Kind in seiner Nähe spielen lassen! Jede Gute Mutter würde sofort ihr Kind schnappen und sich davon machen weil sie um die Gefahr weis die von solch einem Menschen ausgeht. Genau so ein Gefühl ist es das mich plagt, das mir den Magen umdreht, das mich so unbändig wütend macht. Aber wie soll ich ihr das begreiflich machen??? Ich kann sie darum bitten den Kontakt zu unterlassen, aber wird sie es tun? Hält sie den Kontakt dann vielleicht heimlich, hinter meinem Rücken … das nur weil ich nicht in der Lage bin ihr begreiflich zu machen was dabei in mir vor geht?! Es ist ein scheiß Gefühl nicht zu wissen wie man handeln soll, nicht zu wissen wie man sich ausdrücken soll. Wenn ich versuche es ihr zu erklären dann wird sie sofort missmutig und gereizt, in dieser Stimmung kann ich ihr nicht begreiflich machen wie es mir dabei geht … kann ich das überhaupt? Wieso kann sie nicht einmal mit mir den Platz tauschen, mit meinem Herzen fühlen, mit meinem Kopf denken, mit meinem Bauch dieses Gefühl ertragen ….? Es blieb wie so oft in letzter Zeit, einfach im Raum stehen, ungeklärt, unverstanden. Wie ein Schwehlbrand liegt es im Keller und wartet nur darauf zu entflammen und in einem alles verzehrenden Streit neu aufzulodern. Es wird wie so oft ein Tag kommen an dem es wieder eskaliert, an dem ein Funke im trockenen Gras unnötigerweise ausreicht um alles zu entflammen. Ich fühle mich hilflos in dieser Situation, unfähig ihr zu vermitteln was dabei in mir vorgeht. Nun denn, der Tag im weiteren Verlauf war sehr komisch, die Stimmug ein verwirrender Mix aus Spannung und Gelassenheit. Im einen Moment so klar und friedlich und im nächsten zu verschwommen und aggresiv. Wir aßen zu Abend und nun sitze ich hier und beende meinen Text, im ungewissen darüber was wohl passiert wenn sie ihn liesst. Ich bin mir unsicher dies öffentlich zu lassen oder es mit einem Passwort zu versehen damit sie es erst garnicht lesen kann. Allerdings ist da dieser Funken Hoffnung das es etwas Bewirken wird wenn sie es liesst und die Hoffnung darauf das vielleicht später einmal jemand diese Zeilen liest und einen Rat weis der mir an anderer Stelle einmal hilfreich sein kann. Ich lasse es wie es ist und warte ab was passiert, man wird es sehen. LG Der Tiger Der letzte FreitagMai 17th, 2009 / Author: ChaosTigerFreitag der 15.05.09 Ein stressiger aber erfolgreicher Tag. Guter Umsatz für mich, Platz 2 in der Statistik die wir für unsere Geschäftsführer haben damit sie das Tagesgeschehen im Auge behalten und wissen wie die Umsätze aussehen. Ein Kollege ist seit einigen Tagen krank und kommt immer mal wieder halbe Tage zur Arbeit um zumindest einen Teil seiner liegen gebliebenen Arbeit auf zu holen. Jedes mal die Befürchtung er könnte einen selbst anstecken. In meinem Job arbeitet man erfolgsbasierend. Das bedeutet ich bekomme ein kleines Fixgehalt und der Rest läuft über Provision für meine Verkäufe. Wenn ich krank bin oder Urlaub habe, verdiene ich quasi nichts. Zwar sind immer mal wieder kleine Umsätze dabei die ein Kollege vertretungsweise macht, aber das ist kein Vergleich. Es ist manchmal wirklich bedrückend mit diesem Wissen im Genick das man sich keinen Ausfall erlauben kann. Man will seinem kranken Kollegen am liebsten sagen er soll gefälligst zuhause bleiben damit er keinen anstecken kann, doch kann man es verstehen warum er da ist. Würde ich selbst es doch genau so machen um dafür zu sorgen das am Ende des Monats die Zahlen auf meinem Konto ausreichend groß sind. Eine wirklich verzwickte Situation ist das. Wie passend da doch mein englischer Lieblingsspruch ist: “That’s Life, but Life ist shit”! |